Spiegelkarpfen

Spiegelkarpfen

spiegelkarpfen

Gestalt und Beschuppung sind beim Karpfen (Cyprinus carpio carpio) sehr variabel. Die vollständig beschuppte Form, oft auch fälschlicherweise als Wildform bezeichnet, ist relativ gestreckt bis hochrückig und oft nur wenig seitlich zusammengedrückt.

Daneben gibt es drei weitere hochrückige Zuchtformen: den Spiegelkarpfen mit wenigen, unregelmäßig verteilten Schuppen an den Flossenbasen und auf dem Schwanzstiel (häufigster Beschuppungstyp), den Zeilkarpfen mit je einer geschlossenen Schuppenreihe entlang der Seitenlinie und des Rückens sowie den nahezu unbeschuppten Nackt- oder Lederkarpfen. Karpfen können Körperlängen von über 80 cm und Massen über 20 kg erreichen. Ihr maximales Alter dürfte 25 Jahre kaum überschreiten.

Biotopansprüche und Lebensweise

Der Karpfen ist ein wärmeliebender, bodenorientiert lebender Bewohner stehender und langsam fließender Gewässer. Als Allesfresser bevorzugt er weichgründiges Bodensubstrat, das er bei der Nahrungssuche mit seinem Rüsselmaul durchwühlt. Dabei können Karpfen den Gewässerboden besonders tief (bis 15 cm) und effektiv durcharbeiten. Deshalb leisten sie bei hohen Bestandsdichten durch Sedimentaufwirbelungen (Freisetzung im Boden gebundener Nährstoffe) und das Auswühlen von Wasserpflanzen einen wesentlichen Beitrag zur Ichthyoeutrophierung (Fische als Verursacher von erhöhten Nährstoffkonzentrationen).